Ray Warleigh (* 28. September 1938 in Sydney) ist ein australischer Jazz
saxophonist und -flötist.
Warleigh begann, angeregt von
Paul Desmond, Ende der 1950er Jahre professionell Jazzmusik zu spielen. 1960 kam er nach England, wo er zunächst mit
Michael Gibbs und
Alexis Korner, später mit
Tubby Hayes,
Humphrey Lyttelton,
Ronnie Scott und
Mike Westbrook arbeitete. 1968 veröffentlichte er sein erstes eigenes Album unter dem Titel
Ray Warleigh's First Album (mit
Gordon Beck,
Terry Cox, Dave Goldberg, George Kish, Kenny Napper, Ronny Stephenson).
Er wirkte als Sideman an Aufnahmen von
Long John Baldry,
Nick Drake,
John Mayall,
Champion Jack Dupree,
Annette Peacock, Beaver Morrison und
Georgie Fame mit und war in den 1970er Jahren Mitglied des
Spontaneous Music Ensemble von John Stevens. Außerdem arbeitete er mit den Gitarristen
Allan Holdsworth, war Mitglied der Latinband
Paz und nahm eigene Alben auf.
In den 1980er Jahren spielte er u.a. mit dem WDR-Rundfunkorchester und der Bigband von Charlie Watts, dem Schlagzeuger der Rolling Stones. In den 1990er Jahren arbeitete er weiter mit eigenem Quartett und spielte er Aufnahmen mit Kenny Wheeler und dem klassischen Komponisten
Gavin Bryars ein.
Mit dem Album
Rue Victor Massé, erschienen auf dem Label
Psi, schaffte er es in die Genre Charts
Jazz & Improv der stilbildenden CDs des Jahres 2009 der Zeitschrift The Wire.